Ellenbogen & Unteram

Konservative Behandlung:

Henning Gast

Terminvereinbarung

Spezialisierung

  • konservative Therapie
  • Chirotherapie
  • Akupunktur
  • Stoßwellentherapie
  • ACP
  • Hyaluronsäuretherapie

Standort

Orthokur Mannheim Neckarau
Hasenackerstraße 13-17
68163 Mannheim
T: 0621  872085-0
F: 0621  872085-20
mannheim@orthokur.de

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Behandlungsspektrum Ellenbogen & Unterarm

Anatomische Grundlagen

Das Ellbogengelenk ist ein zusammengesetztes Gelenk. Es besteht aus drei Teilgelenken mit einer gemeinsamen Gelenkkapsel, bei denen der Oberarmknochen und die beiden Unterarmknochen Speiche und Elle jeweils mit einem der beiden anderen Knochen in Verbindung tritt.
Im Oberarm-Ellen-Gelenk steht die Oberarmknochenrolle mit der Elle in Verbindung. Funktionell handelt es sich um ein Scharniergelenk, in dem der Unterarm gegenüber dem Oberarm gebeugt oder gestreckt werden kann.
Die Gelenkflächen des Oberarm-Speichen-Gelenkes sind das Oberarmknochenköpfchen und die Gelenkgrube der Speiche. Von den Gelenkflächen ausgehend, ist das Oberarm-Speichen-Gelenk ein Kugelgelenk, jedoch bewirkt die bandartige Verbindung zwischen den beiden Unterarmknochen eine Fixation der Speiche an der Elle, so dass das Teilgelenk lediglich zwei Freiheitsgrade besitzt. Beugung und Streckung sowie die Drehbewegung nach innen und nach außen. Das körpernahe Ellen-Speichen-Gelenk ist ein Radgelenk. Der Umkreis der Speichen-Gelenkfläche steht mit der Einziehung für die Speiche an der Elle und dem an der Innenseite gelegenen, von Knorpel bedecktem ringförmigen Speichenband in Verbindung.
Die drei Teilgelenke des Ellenbogengelenkes werden weiträumig von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umschlossen und bilden eine funktionelle Einheit.
In der Umgebung des Ellenbogengelenkes befinden sich an den Stellen stärkerer mechanischer Belastung die Schleimbeutel. Sie haben in der Regel keine Verbindung zur Gelenkhöhle.
Ein Beispiel ist der Schleimbeutel zwischen dem oberen Ende der Elle und der Haut. An den Seiten wird das Ellbogengelenk durch Seitenbänderstabilisiert.
Das ringförmige Speichenband (kurz „Ringband“) umfasst den Speichenkopf, läuft einmal um ihn herum und dient seiner Befestigung, ermöglicht jedoch durch die überknorpelte Innenfläche eine ungehinderte Drehung der Speiche gegenüber der Elle.
Aktive Bewegungen im Ellenbogengelenk werden hauptsächlich durch die Oberarmmuskulatur bewirkt. Auch ein Teil der Unterarmmuskulatur ist an den Bewegungen beteiligt ist. Man unterscheidet man hier zwischen Beugern und Streckern . Die Beuger liegen auf der Vorderseite des Oberarmes. Zu ihnen zählen der Musculus biceps brachii und der Musculus brachialis. Auf der Rückseite des Oberarmes sorgen der Musculus triceps brachii und der Musculus anconeus dafür, dass der Unterarm gestreckt bzw. gesenkt werden kann. Eine Beugung kann bis zu 150° durchgeführt werden. Eine Streckungsfähigkeit über die Neutralstellung hinaus ist nicht bei jedem Menschen gegeben. Bei Kindern und Frauen kann eine Überstreckbarkeit von etwa 10° bestehen.
Das Umwenden des Unterarms wird durch Drehbewegung der Speiche gegenüber der Elle ermöglicht. Diese Drehbewegung findet im körpernahen und auch im körperfernen Ellen-Speichen-Gelenk statt. Beide Bewegungen sind bis zu einem Winkel von 80 bis 90° möglich. Im Oberarm-Speichen-Gelenk kommt es dabei ebenfalls zu einer Drehbewegung.


Verletzungen

Das Ellenbogengelenk ist bei Sport und Spiel und bei körperlicher Arbeit hohen Belastungen ausgesetzt. Bereits im frühen Kindesalter sind bei Überbelastung Knochenbrüche und Verrenkungen häufig.
Ellenbogenluxationen sind nach den Schulterluxationen die häufigsten Luxationen großer Gelenke, oft verbunden mit Rissen der Seitenbänder und daraus resultierenden Instabilitäten sowie mit Knochenbrüchen wie Radiuskopffrakturen oder Epikondylusabrissen.
Knochenbrüche nahe dem Ellbogengelenk sind sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen relativ häufig. Je nach Lokalisation werden die Frakturen nach den am Ellenbogengelenk beteiligten Knochen bezeichnet (suprakondyläre Oberarmfrakturen, Epikondylusabrisse am distalen Oberarm, Ellenhakenfrakturen und Radiuskopffrakturen).
Da die Brüche meist Folge von Stürzen sind, bei denen erhebliche Kräfte auf das Ellbogengelenk einwirken, kommen auch Kombinationen dieser Verletzungen vor und es finden sich häufiger Trümmerbrüche. Dabei handelt es sich häufig um Gelenkbrüche die operative Maßnahmen erfordern, um die Gelenkflächen anatomisch wiederherzustellen. Im Kindesalter besteht zudem die Gefahr der Verletzung von Wachstumsfugen.


Erkrankungen

Tennisarm

Synonyme
- Epicondylitis radialis humeri
- Tennisellenbogen
- Definition
- Ein Tennisarm (Epicondylitis radialis) ist ein schmerzhafter, entzündlicher Reizzustand von Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur an einem Knochenvorsprung (Epicondylus) des Ellenbogens. Beim Tennisarm befindet sich der Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens.
 

Golferarm

Synonyme
- Epicondylitis ulnaris humeri
- Golfellenbogen

Definition
Ein Golfarm (Epicondylitis ulnaris) ist ein schmerzhafter, entzündlicher Reizzustand von Sehnenansätze der Unterarmbeugemuskulatur an einem Knochenvorsprung (Epicondylus) des Ellenbogens. Beim Golfarm befindet sich der Schmerz an der Innenseite des Ellenbogens.

Ursachen/Formen:
Die Ursache für einen Tennis- oder Golfarm liegt in einer Überbelastung der Sehnen am Unterarm. Ein häufiger Auslöser sind starke körperliche Belastungen beim Sport (wie zum Beispiel beim Tennis oder Golf). Aber auch einseitige Belastungen im Beruf (Computertätigkeit) oder im Haushalt der Auslöser sein. Auch die Bezeichnung Mausarm trift zu.

Therapie:

  • Schonung und lokale Kühlung mit Eis,
  • Elektrostimulationstherapie (TENS)
  • Muskelkräftigungsübungen und Dehnübungen
  • Bandagen
  • Strahlentherapie (Röntgen-Reiz-Behandlung)
  • Stoßwellen-Therapie
  • manuelle Therapie
  • Akupunktur
  • Injektion von Kortison oder ACP
  • operative Versorgung


Sulcus Ulnaris Syndrom

Definition Nervenkompressionssyndrom eines innenseitig am Ellenbogen bis in die Hand ziehenden Nervens. Der druckschmerzhafte Kanal liegt über der Innenseite des Ellenbogengelenks auch Sulcus des Nervus ulnaris genannt. Die Nervenfaser versorgen Teile der Muskulatur des Unterarmes bis in den Ring- und Kleinfinger. Die Schmerzen strahlen meist in diese Bereiche ein. Ursächlich ist die Enge im beschriebenen Nervenkanal.
Durch eine neurologische Untersuchung kann die so genannte Nervenleitgeschwindigkeit des Nervenstranges überprüft werden. Bei starken Schmerzen ist die Geschwindigkeit oft verringert.

Therapie:

  • Abklärung der Ursache eine Änderung der täglichen Gewohnheiten (Auflegen des Ellbogens am Fensterrahmen des Autos vermeiden, Aufstützen des gebeugten Ellbogens vermeiden). Abpolstern des Ellenbogens zur Druckentlastung des Nervs.
  • Schonung und lokale Kühlung mit Eis,
  • Elektrostimulationstherapie (TENS)
  • Muskelkräftigungsübungen und Dehnübungen
  • Bandagen
  • manuelle Therapie
  • Akupunktur
  • Neuraltherapie
  • Führen konservative Therapieverfahren nicht zum Erfolg wird der Nervenkanal operativ geweitet.
Aktuelles

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MANUEL KREUKLER Facharzt

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